Kraniale Osteopathie


Die osteopathische Behandlung kann entweder kranial für den Kopfbereich oder ligamentär für die Bänder der Gelenke oder auch faszial für viele Anteile des Bindegewebes eingesetzt werden.


Die Grundlage der kranialen Osteopathie besteht im Kontakt zur Fluktuation der Gehirnflüssigkeit, die im ganzen Körper
spürbar ist. Sutherland entdeckte, dass in der Bewegung der Flüssigkeit eine Energie am Werk ist, die eine Belastung des Körpers auflösen kann, wenn sie in der Behandlung präzise angesprochen wird. Ohne sie aktiv zu beeinflussen wird die Fluktuation wahrgenommen und in ihrer Ausprägung begleitet. Aus Sicht der kranialen Osteopathie führt ein solcher nicht-invasiver Kontakt zum Körper zu einer Verbesserung der Beweglichkeit.


Aus der Embryologie wissen wir heute, dass sich neue Zellen
durch Impulse aus der Flüssigkeit und ihrer Bewegung bilden und differenzieren. Diese Fähigkeit geht nicht verloren. Die erneuernde Kraft dieser unmerklichen Fluktuation wirkt in uns weiter, solange wir leben.


Die andere, genau so entscheidende Grundlage ist der präzise Kontakt zum Körper aufgrund einer genauen Kenntnis seiner lebendigen Anatomie. Das war die Grundlage der Osteopathie für A.T. Still. Diese Fähigkeit muss in einem langen und intensiven Training erworben werden.